highlighted

highlighted

highlighted

highlighted

highlighted

highlighted

highlighted

highlighted

highlighted

highlighted

highlighted

highlighted

highlighted

highlighted

highlighted

Sprue (Glutenunverträglichkeit) / Zöliakie

Bogen-reizmagenschrift

 

Geschichte der Sprue (einheimische Sprue)

Samuel Gee beschrieb 1888 erstmals Krankheitsbild, das als einheimische Sprue bezeichnet wird. Der Weizeninhaltsstoff Gluten (Klebereiweiss) ist der Auslöser der Erkrankung. Wer nun Gluten nicht verträgt, bekommt (teilweise massive) Beschwerden beim Verzehr von Lebensmittel, in denen Weizen (in erster Linie) enthalten ist. Aber nicht nur in Weizen ist Gluten enthalten! S.h. auch unter glutenhaltige Nahrungsmittel.

Die tropische Sprue

Die Tropische Sprue ist ein bei Bewohnern und teilweise bei  Besuchern bestimmter tropischer Regionen auftretendes Malabsorptionssyndrom. Die Krankheit (ihr klinisches Bild) wird im Wesentlichen durch die Dauer der Störung und die körperlichen Reserven des Erkrankten bestimmt. Folge der Erkrankung ist eine chronische Kontamination des Dünndarms mit enteropathogenen Keimen.

Ursache der Sprue (genetische Disposition)

Die Sprue ist nicht erblich, aber die Veranlagung! dies wird als genetische Disposition bezeichnet. Bei etwa 5>10 % aller Patienten mit Reizdarmsyndrom liegt eine Sprue vor (die Zahlen schwanken je nach Quelle). Dies bedeutet, dass die Diagnose Reizdarm revidiert werden muss. Dies kann heute über die Stuhldiagnostik  (Stuhluntersuchung) (Nachweis v. Transglutaminase-Antikörpern in Blut oder Stuhl) abgeklärt werden.

Symptome einer Sprue

Die Symptome der Sprue treten oft bei Kleinkindern um das 2te Lebensjahr auf. Eine weitere Häufung ab dem 35ten Lebensjahr ist feststellbar. Leider ist die Symptomatik (Beschwerdebild) uncharakteristisch. Oft wird eine Sprue über Jahre nicht erkannt. Diese d.h. die folgenden Symptome sind bei erwachsenen Patienten unterschiedlich stark ausgeprägt:

  • Durchfälle
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Wachstumsstörungen bei Kindern

Bei folgenden Symptomen sollten Sie daher auch an eine Sprue denken:

  • Knochen- oder Gelenkschmerzen (Vitamin D- und Kalziummangel)
  • Zahnschäden (Vitamin D- und Kalziummangel)
  • Blutungsneigung (Vitamin K-Mangel)
  • Taubheitsgefühle, Missempfindungen an den Gliedmaßen (Vitamin B12- und Folsäuremangel)
  • Blutarmut (Eisen-, Vitamin B12- & Folsäuremangel)
  • Sehstörungen und Nachtblindheit (Vitamin A-Mangel)
  • Muskelkrämpfe (Magnesiummangel)
  • Flüssigkeitsansammlungen (Eiweißmangel)
  • Müdigkeit, Erschöpfung

Was geschieht im Körper bei einer Sprueerkrankung:

Gluten wird vom körpereigenen Immunsystem als feindlich erkannt. Als Folge wird es vom Immunsystem mit Antikörpern bekämpft. Die Dünndarmschleimhaut wird angegriffen also geschädigt. Dies kann bis zur Rückbildung der Darmzotten führen. Die Darmzotten sind für die Größe der Darmhautoberfläche mit entscheidend. Dadurch können Vitamine, Mineralstoffe & Fette nicht vollständig verwertet werden. Mangelerscheinungen können die Folge sein. Durchfälle und auch Blähungen können auftreten. Begleitet wird die Sprue teilweise mit einer Neurodermitis oder auch einer Diabetes (Zuckerkrankheit in der Regel Typ I). Nach einer erfolgten Schädigung der Darmschleimhaut tritt oft eine Laktoseintoleranz auf. Auch bei Auftreten einer solchen Laktoseintoleranz ist an eine Sprue zu denken.

Das Erkennen (die Diagnostik) der Sprue & die Therapie der Sprue:

  • Stuhluntersuchung auf  Transglutaminase- und Gliadin-Antikörper im Stuhl.
  • Dünndarmspiegelung mit einer Gewebeprobe
  • Untersuchung auf Endomysium-Antikörper im Blut

Die Methode der Dünndarmspiegelung wird noch häufig angewandt. Viele Behandler lassen eine Stuhluntersuchung vornehmen und nach einer konsequenten Diät über mindestens 3 Monate eine weitere Stuhluntersuchung mit einem Test auf Endomysium- Antikörper im Blut. Die erste Untersuchung sollte erfolgen während sich der Betroffene mit glutenhaltigen Lebensmitteln ernährt. Nach einer Diät sinkt (oftmals sehr deutlich) der Antikörperspiegel ab. Leider klingen die Symptome nicht immer im gleichen Masse  ab. Der Darm muss sich erst regenerieren also erholen. Hier setzen Behandler oft lebende Symbiontenkulturen ein. Solche Kulturen bestehen aus Bakterien, welche die Darmflora positiv beeinflussen. Wichtig erscheint, dass es sich um lebende Stämme der Bakterien handelt, welche auch im richtigen Verhältnis gegeben werden. Ein Erfolg der Therapie ist nur mit konsequenter Diät zu erwarten!

Verbotene Nahrungsmittel (alles was glutenhaltig ist!):

Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Tritikale (eine Kreuzung aus Roggen und Weizen),  Dinkel, Grünkern, Wildreis (hier gehen die Meinungen auseinander s.h. Link), Kamut  (alte Weizensorte, ursprünglich aus Ägypten)

  • Back- und Teigwaren
  • Mehlspeisen
  • Nudeln
  • Bier
  • Getreidekaffee
  • Malzbonbons
  • Tempuramehl (häufig in der asiatischen Küche verwendet)
  • Paniertes Fleisch (wenn kein glutenfreies Paniermehl verwendet wird)
  • Wurstwaren (in vielen Sorten ist Gluten & Laktose enthalten!)
  • Schmelzkäse, Roquefort, Gorgonzola, Frischkäsezubereitungen
  • Fast alle Fertiggerichte mit Mehl- oder sonstigen glutenhaltigen Zusätzen
  • Fertigsuppen
  • Fertigsossen
  • Fruchtzubereitungen, eingedickte Früchte
  • Fast alle Süßwaren
  • Senf & Ketchup
  • Gewürzmischungen (ausgenommen reine Mischungen von Gewürzen ohne Zusätze prüfen/Obacht)
  • Viele Medikamente mit Drageeumhüllung (Beipackzettel beachten oder Nachfragen)

Erlaubte Nahrungsmittel (alles was ohne Gluten ist):

Reis, Mais, Hirse, Buchweizen, Amaranth, Quinoa, Soja und alle daraus hergestellten Teigwaren, Müslis (nur soweit sie KEINE glutenhaltigen Bestandteile enthalten)

  • Kartoffeln und daraus hergestellte Gerichte
  • Kastanienmehl
  • Kichererbsenmehl
  • Sesam
  • Gemüse
  • Obst
  • Hülsenfrüchte
  • Milch und Milchprodukte
  • Fleisch
  • Fisch
  • Eier
  • Naturkäsesorten
  • Mohn
  • Leinsamen
  • Nüsse
  • Mandeln
  • Samen
  • Bindemittel: Guar- oder Johannisbrotkernmehl
  • Salz, Kräuter und Gewürze (Obacht bei Gewürzmischungen!)
  • Kaffee
  • schwarzer Tee
  • grüner Tee
  • Wein
  • Mineralwasser
  • Fruchtsäfte (ohne Zusätze)
  • Produkte aus Diätabteilungen, welche glutenfrei sind!

Ein Erfolg der Therapie ist nur mit konsequenter Diät zu erwarten!

Empfohlene Links:

http://www.dzg-online.de

Herzlich Willkommen auf den Seiten der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft e.V.!
Auf diesen Seiten finden Sie
Informationen und Neuigkeiten
zum Thema Zöliakie und glutenfreie Ernährung.

http://www.zoeliakie.ch

Interessengemeinschaft für Zöliakie der Deutschen Schweiz

 

 

Diese Seiten sollen Sie informieren!
Bei gesundheitlichen Problemen wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Heilpraktiker Ihres Vertrauens!

medizinische Informationen suchen auf: logo Medizin

 

Hinweise zur Werbung und Links auf den Seiten

 

Werbung:

medipolis.de
.

.